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Die Bregenzer Oberstadt
Bregenz, die Landeshauptstadt von Vorarlberg, hat viel zu bieten. Die Fußgängerzone lädt zum Shopping ein, die Seepromenade am Bodensee zum relaxen und flanieren. Wer dem Trubel im Zentrum der Stadt entfliehen will, oder einfach einen Ausflug in längst vergangene Zeiten unternehmen möchte, der sollte einen Besuch der Oberstadt planen.
Stadttor
Bildurheber: A. Schmiedel Die Oberstadt liegt unweit des Stadtzentrums auf einer Anhöhe. Mit dem Auto sind es nur ein paar Minuten, aber auch zu Fuß, entweder durch die Kirchstraße oder durch die Maurachgasse und über den Stadtsteig ist die Oberstadt schnell zu erreichen. Durch das Stadttor betritt man die malerische, mittelalterliche Stadt. Hier ist eines der ältesten Kulturgüter von Vorarlberg zu sehen: die Darstellung der keltischen Pferdegöttin Epona.
Erste Siedlungen in diesem Gebiet entstanden bereits um 1500 v. Chr. Um ca. 500 v. Chr. siedelten die Kelten hier und gaben der Stadt ihren Namen: "Brigantion". Nach der Zerstörung und dem Wiederaufbau gehörte die kastellartig ausgebaute Oberstadt zu einer Kette von Festungen, welche die römische Grenze an Rhein und Bodensee sicherten.
Um 1250 gründeten die Grafen von Montfort auf dem Plateau der heutigen Oberstadt die Stadt Bregenz. Die aus dem 13. bis 16. Jhd. stammende Ringmauer ist noch weitestgehend erhalten. Durch die Oberstadt ziehen sich 3 parallele Gassen, die um 1220 angelegt wurden.
Martinsturm und -kapelle
Bildurheber: A. Schmiedel Es gibt viel Sehenswertes in der Oberstadt zu entdecken. Beherrscht wird sie vom Martinsturm - gleichzeitig das Wahrzeichen von Bregenz. Erbaut wurde er um die Zeit der Stadtgründung. Der Turm kann besichtigt werden. Er beherbergt heute ein Museum und bietet eine phantastische Aussicht über die Oberstadt, Bregenz und den Bodensee. 1362 wurde die Martinskapelle gestiftet. Im Chorraum wurden Fresken aus dem 14./15. Jhd. entdeckt. Auch die Martinskapelle ist öffentlich zugänglich.
Auf dem Rundgang durch die Oberstadt sieht man immer wieder Teile der alten Stadtmauer, liebliche, kleine Häuser und ein imposantes Fachwerkhaus: das ehemalige Rathaus von Bregenz. 1662 erbaut diente es vom 17. bis ins 19. Jhd. als Rathaus. Interessant ist die Gestaltung der Fensterläden. Rot-Weiß sind die Landesfarben von Vorarlberg, Schwarz-Weiß die Farben der Stadt Bregenz.
Ein weiteres, markantes Bauwerk ist das Deuring Schlössle am Ehregute-Platz. Seine Entstehung reicht ins 14. Jhd. zurück. Auf der Grundlage eines ehemaligen Herrenhauses errichtete Johann Albert von Deuring 1670 das Schloss. Heute beherbergt das Deuring Schlößchen ein Hotel und Restaurant, welches zu den Besten von Bregenz zählt. Von hier aus kann man einen grandiosen Blick über den Bodensee genießen.
Deuring - Schlössle | Altes Rathaus
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Wie überall in der Oberstadt ist auch der Ehreguta-Platz von hübschen, liebevoll restaurierten Häusern umgeben. Hier erinnert ein Brunnen an Graf Hugo v. Montfort.
Über die idyllische Meißnerstiege, welche von der Georgenschildstraße abzweigt, kann man die Oberstadt wieder verlassen. Sie ist die Verbindung zur Pfarrkirche St. Gallus. 1871 wurde die Stiege von dem böhmischen Schriftsteller Dr. Alfred Meißner angelegt. Zwischen den beidseitigen Mauern der Meißnerstiege scheint die Zeit stehengeblieben zu sein . . .
Idyllische Gasse in der Oberstadt
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Brunnen am Ehreguta-Platz | Meißnerstiege
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Weitere Informationen
Quellenangabe:
Adriana Hordijk
